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Landingpage für Reinigungsfirmen: aus Klicks werden Anfragen

17. September 2026Gennadios Tsachidis11 Min. Lesezeit
Laptop mit Auswertungsgrafik: Landingpage für Reinigungsfirmen messen und verbessern
Bild: Pexels

In der Gebäudereinigung machen Löhne im Schnitt rund 85 % der Kosten aus (BIV Branchenreport 2025). Für Werbung bleibt also wenig Spielraum. Umso ärgerlicher, wenn bezahlte Klicks auf einer Startseite landen, auf der niemand eine Anfrage stellt. Eine eigene Landingpage ist der Ort, an dem aus einem Klick ein Kontakt wird. Hier liest du, wie sie aufgebaut sein muss, welche Fehler Geld kosten und wie du Anfragen danach nicht wieder verlierst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Landingpage hat genau ein Ziel: die Anfrage für eine Leistung in einer Region. Alles andere lenkt ab.
  • Anzeigen auf die Startseite zu schicken ist einer der teuersten Fehler, die wir in Werbekonten von Reinigungsbetrieben sehen.
  • Sieben Bausteine tragen die Seite: Überschrift, Einsatzgebiet, Leistungsumfang, Vertrauen, Ablauf, Formular und Telefonnummer.
  • Die meisten Besucher kommen vom Smartphone. Wer die Seite nur am Rechner prüft, prüft am Kunden vorbei.
  • Die beste Seite nützt nichts, wenn die Anfrage stundenlang liegen bleibt. Reaktionszeit und Nachfassen entscheiden über den Auftrag.

Was macht eine Landingpage aus?

Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einer Aufgabe: Besucher aus einer Anzeige oder einer Suche sollen eine Anfrage stellen. Sie behandelt eine Leistung, meist für ein Einsatzgebiet, und verzichtet auf alles, was vom Ziel ablenkt. Bei einem Lohnkostenanteil von rund 85 % (BIV) entscheidet diese eine Seite darüber, ob Werbebudget zu Umsatz wird oder verpufft.

Der Unterschied zur normalen Website ist einfach. Die Website erzählt, wer du bist, was du alles kannst und seit wann es dich gibt. Die Landingpage beantwortet dagegen nur die Fragen, die ein Büroleiter oder Hausverwalter in diesem Moment hat: Macht ihr das, was ich suche? Kommt ihr zu mir? Kann ich euch vertrauen? Und wie schnell bekomme ich ein Angebot? Mehr braucht es an dieser Stelle nicht. Wie die Website als Ganzes aufgebaut sein sollte, zeigt unser Leitfaden zur Website für Reinigungsfirmen.

Warum die Startseite als Ziel Geld kostet

Wer Anzeigen auf die Startseite schickt, bezahlt für Besucher, die erst suchen müssen. Die Startseite spricht alle Zielgruppen gleichzeitig an: Privatkunden, Gewerbe, Hausverwaltungen, Bewerber. Wer gerade „Büroreinigung Augsburg" gegoogelt hat, findet dort nicht sofort die Antwort auf seine Frage. Und was tut ein eiliger Entscheider dann? Er geht zurück und klickt auf das nächste Ergebnis.

In den Werbekonten, die wir bei neuen Kunden übernehmen, sehen wir dieses Muster häufig: ordentliche Klickzahlen, aber kaum Anfragen. Die Anzeige ist dann selten das Problem. Das Versprechen aus der Anzeige findet sich auf der Zielseite schlicht nicht wieder. Eine Anzeige für Treppenhausreinigung muss auf einer Seite über Treppenhausreinigung enden, mit derselben Wortwahl und demselben Einsatzgebiet. Wie du Kampagnen dafür aufsetzt, steht in unseren Leitfäden zu Google Ads für Reinigungsfirmen und Meta Ads in der Gebäudereinigung.

Die sieben Bausteine einer starken Seite

Eine Landingpage, die Anfragen bringt, besteht aus sieben Bausteinen, die in fester Reihenfolge die Fragen des Besuchers beantworten. Keiner davon ist kompliziert. Fehlt aber einer, bricht die Kette. Die Reihenfolge ist wichtig, weil die meisten Besucher nur den oberen Teil der Seite wirklich lesen und den Rest überfliegen.

  1. Überschrift mit Leistung und Ort. „Büroreinigung in Augsburg und Umgebung" sagt in einer Zeile, dass der Besucher richtig ist. Kreative Slogans können warten.
  2. Einsatzgebiet. Nenne die Orte oder den Umkreis, den du abdeckst. Nichts verärgert mehr als ein ausgefülltes Formular und danach die Absage „Da fahren wir nicht hin".
  3. Leistungsumfang. Was genau ist enthalten? Unterhaltsreinigung, Sanitärbereiche, Küchen, Glasflächen, Intervalle. Kurze Stichpunkte reichen.
  4. Vertrauen. Echte Bewertungen, Fotos von echten Einsätzen, Versicherungsnachweis, Mitgliedschaften und Zertifikate, sofern vorhanden. Team-Fotos wirken stark (mit Einwilligung der Mitarbeiter).
  5. Ablauf. Drei Schritte machen den Weg greifbar: Anfrage, Besichtigung vor Ort, Festpreisangebot. Wer weiß, was passiert, fragt eher an.
  6. Anfrageformular. Kurz, gut sichtbar und direkt auf der Seite, nicht erst hinter einem weiteren Klick.
  7. Telefonnummer zum Antippen. Viele Gewerbekunden wollen lieber kurz sprechen. Die Nummer gehört oben auf die Seite und muss auf dem Handy direkt wählbar sein.

Was gehört nicht auf die Seite? Die komplette Hauptnavigation, Links zu allen anderen Leistungen, Blogartikel und Social-Media-Buttons. Jeder dieser Ausgänge führt vom Formular weg. Das Impressum und die Datenschutzerklärung bleiben natürlich im Fußbereich erreichbar.

Aufbau einer Landingpage für ReinigungsfirmenAufbau von oben nach unten1 Überschrift mit Leistung und Ort · Telefon2 Kurzformular direkt im sichtbaren Bereich3 Einsatzgebiet und Leistungsumfang4 Bewertungen, Einsatzfotos, Nachweise5 Ablauf in drei Schritten6 Kurze Antworten auf typische Einwände7 Formular und Telefon noch einmal am Ende
Einordnung Reinigungsmarketing: bewährte Reihenfolge der Bausteine, blau markiert sind die Stellen mit direktem Anfrageweg

Wie lang muss die Seite sein?

Die Seite muss so lang sein, wie die Entscheidung schwer ist. Für eine einmalige Grundreinigung reicht oft ein kurzer Aufbau mit Formular im sichtbaren Bereich. Für einen Unterhaltsvertrag über mehrere Jahre braucht ein Büroleiter mehr Sicherheit: Ablauf, Qualitätskontrolle, feste Ansprechpartner, Vertretungsregelung bei Krankheit. Die Faustregel lautet daher: je höher der Auftragswert, desto mehr Begründung.

Aufwendig muss sie trotzdem nicht sein. Animationen, Videos im Hintergrund und große Bildergalerien verlängern die Ladezeit, besonders im Mobilfunknetz. Ein schnelles, klares Layout mit zwei oder drei echten Fotos schlägt fast immer das hübsche, aber träge Design. Was bringt die schönste Seite, wenn sie auf dem Handy auf dem Parkplatz vor dem Objekt nicht lädt?

Ein Punkt wird oft vergessen: Preise. Konkrete Quadratmeterpreise auf der Landingpage ziehen vor allem Preisvergleicher an und passen selten zum tatsächlichen Objekt. Besser funktioniert der Hinweis auf ein Festpreisangebot nach kurzer Besichtigung. Wie du dieses Angebot sauber kalkulierst, erklärt unser Beitrag zum Angebot in der Gebäudereinigung.

Person füllt am Laptop ein Onlineformular aus: kurzes Anfrageformular auf der Landingpage
Bild: Pexels · Jedes zusätzliche Pflichtfeld ist ein Grund, das Formular abzubrechen

Das Anfrageformular: weniger ist mehr

Das Formular ist der Moment, in dem ein Besucher zum Kontakt wird, und jedes Feld zu viel kostet Anfragen. Für den Erstkontakt reichen fünf Angaben: Name, Telefon oder E-Mail, Ort des Objekts, Art der Reinigung und eine grobe Flächenangabe. Alle Details zu Intervallen, Bodenbelägen oder Schlüsselübergabe klärst du besser im Gespräch.

Hilfreich sind Auswahlfelder statt Freitext. „Büro", „Praxis", „Treppenhaus", „Sonstiges" lässt sich mit dem Daumen antippen, ein leeres Textfeld dagegen schreckt ab. Bei größeren Objekten hat sich ein zweistufiger Aufbau bewährt: erst die einfachen Fragen, danach die Kontaktdaten. Wer schon zwei Felder ausgefüllt hat, bricht seltener ab.

Und nach dem Absenden? Eine Bestätigungsseite, die sagt, was jetzt passiert: „Wir melden uns heute noch telefonisch" wirkt deutlich verbindlicher als ein nüchternes „Danke". Diese Seite ist gleichzeitig der Punkt, an dem du die Anfrage sauber messen kannst. Datenschutzhinweis und Einwilligung gehören selbstverständlich dazu, die Formulierung stimmst du am besten mit deinem Datenschutzberater ab.

Mobil zuerst: der Test auf dem Smartphone

Die meisten Klicks aus Anzeigen kommen heute vom Smartphone, und das Internet gehört für den allergrößten Teil der Bevölkerung zum Alltag (Destatis, IT-Nutzung). Eine Landingpage, die nur am großen Bildschirm gut aussieht, verfehlt deshalb einen Großteil ihrer Besucher. Prüfe sie immer zuerst auf dem eigenen Handy.

Unser Fünf-Minuten-Test, den wir bei jeder neuen Seite machen: Seite im Mobilfunknetz öffnen, nicht im WLAN. Ist die Überschrift ohne Scrollen lesbar? Lässt sich die Telefonnummer antippen? Öffnet sich beim Formular die passende Tastatur, also Zahlen beim Telefonfeld? Sind die Schaltflächen groß genug für den Daumen? Und lässt sich das Formular komplett ausfüllen, ohne dass ein Cookie-Hinweis die Hälfte verdeckt? Wer diese fünf Punkte besteht, hat die häufigsten Anfragekiller bereits beseitigt.

Nach dem Klick: Anfragen schnell bearbeiten

Eine Landingpage erzeugt Anfragen, aber erst die schnelle Reaktion macht daraus Aufträge. Gewerbekunden fragen häufig bei mehreren Anbietern gleichzeitig an und entscheiden sich oft für den, der sich zuerst meldet und am verlässlichsten wirkt. Bei 85 % Lohnkostenanteil (BIV) ist jede ungenutzte Anfrage bezahltes Budget, das nichts zurückbringt.

In den Betrieben, die wir begleiten, liegt der größte Verlust selten auf der Seite selbst. Er entsteht danach: Die Anfrage landet in einem Postfach, das tagsüber niemand liest, weil alle im Objekt stehen. Am Abend ruft dann keiner mehr an, und am nächsten Tag ist der Interessent schon im Gespräch mit einem anderen Betrieb. Wie viel eine Anfrage überhaupt kosten darf, rechnen wir im Beitrag zu Cost per Lead in der Gebäudereinigung vor.

Agency-Flow · Das CRM für Reinigungsfirmen

Du bezahlst den Klick. Und die Anfrage liegt bis heute Abend im Postfach.

Dienstag, 9:15 Uhr: Eine Hausverwaltung füllt dein Formular für drei Treppenhäuser aus. Du stehst gerade in der Grundreinigung, das Handy liegt im Auto. Um 18:30 Uhr siehst du die Mail und rufst an. Die Verwalterin hat inzwischen zwei Rückrufe bekommen, einer davon hat für Donnerstag schon einen Besichtigungstermin.

  • Anfragen aus Landingpage, Google und Meta landen sofort in einer Pipeline, mit Benachrichtigung für das ganze Team.
  • Du siehst je Anfrage, aus welcher Kampagne sie kam, und erkennst, welche Seite wirklich Aufträge bringt.
  • Besichtigungstermin per Buchungsseite und Wiedervorlage fürs Angebot: Keine Anfrage bleibt zwischen zwei Einsätzen hängen.
Agency-Flow ansehenSpeziell für Reinigungs- & Gebäudedienstleister gebaut

Messen, testen, verbessern

Eine Landingpage ist nie fertig, sie wird mit jeder Auswertung besser. Die wichtigste Kennzahl ist nicht die Zahl der Besucher, sondern der Anteil, der eine Anfrage stellt, und am Ende der Anteil, der zum Auftrag wird. Beides kannst du nur sehen, wenn Formular, Anruf und Auftrag sauber miteinander verbunden sind.

Teste immer nur eine Sache auf einmal: erst die Überschrift, dann die Reihenfolge der Bausteine, dann das Formular. Wer alles gleichzeitig ändert, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat. Gib jedem Test genug Zeit, denn bei kleinen Budgets kommen die Anfragen nicht täglich. Einige Wochen sind realistischer als einige Tage.

Laptop mit Diagrammen auf dem Schreibtisch: Anfragen je Landingpage auswerten
Bild: Pexels · Entscheidend ist nicht der Klick, sondern der Auftrag, der am Ende daraus wird

Eine einfache Monatsroutine reicht für die meisten Betriebe. Wie viele Besucher kamen je Seite? Wie viele davon haben angefragt? Wie viele Anfragen wurden zu Besichtigungen, wie viele zu Aufträgen? Wenn eine Seite viele Anfragen bringt, aber kaum Aufträge, stimmt oft die Zielgruppe nicht. Dann hilft eine klarere Überschrift, die zum Beispiel Privathaushalte ausschließt, wenn du nur Gewerbe bedienen willst. Mehr zu planbaren Anfragekanälen findest du in unserem Leitfaden zur Leadgenerierung in der Gebäudereinigung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Website und Landingpage?

Die Website stellt den ganzen Betrieb vor: Leistungen, Team, Referenzen, Kontakt. Eine Landingpage hat genau ein Ziel, meist die Anfrage für eine bestimmte Leistung in einer bestimmten Region. Sie hat kaum Navigation, eine klare Überschrift und ein Formular. Besucher aus Anzeigen landen dort, statt sich durch die Startseite zu suchen.

Brauche ich für jede Leistung eine eigene Landingpage?

Für jede Leistung, die du aktiv bewirbst, ja. Wer nach Büroreinigung sucht, will keine Seite über Fensterreinigung und Grundreinigung sehen. Starte mit der Leistung, die dir den besten Deckungsbeitrag bringt, und baue weitere Seiten erst, wenn die erste stabil Anfragen liefert. Zwei bis drei gute Seiten schlagen zehn halbfertige.

Wie viele Felder sollte das Anfrageformular haben?

So wenige wie möglich, so viele wie nötig. Name, Telefon oder E-Mail, Ort des Objekts, Art der Reinigung und eine grobe Flächenangabe reichen für den Erstkontakt. Alles Weitere klärst du im Telefonat oder bei der Besichtigung. Jedes zusätzliche Pflichtfeld ist ein Grund, das Formular abzubrechen.

Worauf sollte man bei der Software für Anfragen achten?

Wichtig ist, dass jede Anfrage aus Formular, Anzeige und Telefon an einem Ort landet, sofort eine Benachrichtigung auslöst und einen Status mit Wiedervorlage bekommt. Außerdem sollte die Quelle jeder Anfrage erkennbar sein. Wir setzen dafür unser eigenes CRM Agency-Flow ein, das genau für Reinigungsbetriebe gebaut ist.

Wann sollte ich eine Landingpage überarbeiten?

Wenn Klicks kommen, aber kaum Anfragen, liegt das Problem meist auf der Seite und nicht in der Anzeige. Prüfe zuerst die Mobilansicht, die Ladezeit und das Formular. Ändere dann jeweils nur ein Element und vergleiche über einige Wochen. So erkennst du, welche Änderung wirklich wirkt.

Fazit

Eine Landingpage ist das Bindeglied zwischen Werbebudget und Auftrag. Sie braucht keine aufwendige Gestaltung, sondern eine klare Überschrift, ein sichtbares Einsatzgebiet, echte Vertrauenssignale, einen verständlichen Ablauf und ein kurzes Formular. Wer sie zuerst auf dem Smartphone prüft, Anfragen schnell beantwortet und jeden Monat auswertet, holt aus jedem Klick deutlich mehr heraus.

Reinigungsmarketing baut solche Seiten zusammen mit den passenden Kampagnen und dem System dahinter, damit aus Anfragen planbar Aufträge werden. Welche Leistungen wir dafür übernehmen, siehst du auf unserer Seite zu den Leistungen.

Mehr Anfragen aus demselben Werbebudget

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns deine Zielseiten und Kampagnen an und zeigen dir, an welcher Stelle heute Anfragen verloren gehen.

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Mo–Fr, 09:00–18:00 Uhr · Ansprechpartner: Dusan Andric, Leitung Beratung & Vertrieb